R U N D S C H R E I B E N

im März 2021

Liebe Mitglieder, Partner und LenkerInnen von 81-11!

Da so manche Mitbewerber oder andere Unternehmen, die dies werden möchten, sämtliche Taxiunternehmen, auch allen bei  81-11 angeschlossenen Unternehmen, Werbeschreiben zukommen ließen, ist es nicht nur eine Notwendigkeit, sondern auch unser Bedürfnis, entsprechend zu replizieren und nachstehend unsere Werte mitzuteilen.

Es muss gestattet sein mit der Frage zu beginnen, was können die Mitbewerber wie z.B. UBER, was 81-11 nicht schon Jahrzehnte an Dienstleistungen gegenüber unseren Kunden täglich in bewährter Art und Weise bietet. Was?

Bei 81-11 sind die Kunden noch persönlich betreut, man kann nicht nur per Telefon seine Taxibestellung aufgeben, sondern selbstverständlich auch per APP, in der Gastronomie und in den Hotels steht die Möglichkeit der automatischen Taxibestellung (VIP-Nummer) zur Verfügung. Die persönliche Beratung, das persönliche Gespräch, also der so wichtige persönliche Kontakt ist bei 81-11 gewährleistet. Manche Kunden kennt man seit vielen Jahren und werden von uns verlässlich und gut bedient. Alles Werte, welche in Zeiten wie diesen einen besonderen Stellenwert haben sollten und auch haben!

81-11 Taxis sind schnell verfügbar, Fahrgäste bekommen ihr Taxi vom Anruf bis zum Eintreffen am Auftragsort im Durchschnitt innerhalb von 4,5 Minuten (im Stadtgebiet) vor die Türe. Wir sind nicht nur rasch zur Stelle, sondern auch zuverlässig und das an 365 Tagen, rund um die Uhr, also 24 Stunden jeden Tag!

Wir von SALZBURG-TAXI 81-11 führen außer Personentransporte auch Sachtransporte und Botendienste aller Art zu fairen Fixpreisen durch. Ob für Medikamente, den eiligen Blumengruß, die fehlenden Getränke, dringende Unterlagen und vieles andere führen wir ebenfalls täglich und 24 Stunden für unsere Kunden durch.

Die bei 81-11 angeschlossene Taxiunternehmer können sich auf „alt Bewährtes“ aber auch auf die innovativen Neuigkeiten in jeglicher Hinsicht verlassen und ist in unserer Gemeinschaft besser als anderswo bedient bzw. aufgehoben.

Glücksritter aller Art versuchen gelegentlich in Salzburg „Fuß zu fassen“ und versprechen und „keilen“ bei den ansässigen Taxiunternehmern, auch bei Taxiunternehmern, welche bei 81-11 angeschlossen sind. Wie oft sind solche Versuche in den letzten Jahrzehnten missglückt und gescheitert.

Das werden Versprechen wie zum Beispiel „Salzburg: Mehr Umsatz mit UBER“, „Starten Sie mit Uber TAXI in Salzburg durch!“ nicht ändern. Da wird mit Schlagworten wie „FREIHEIT & FLEXIBILITÄT“, wöchentliche Auszahlung Ihrer Einnahmen uvm. geworben……

NUR 15% Servicegebühr für den Start bei UBER! Dass sich die Abgaben aber nach einiger Zeit massiv erhöhen, wird in dem „Werbeschreiben“ nicht erwähnt.

Bei 81-11 liegt der Beitrag für ein Fahrzeug das eine durchschnittliche Nutzung unserer Fahrtenvergabe aufweist bei ca. 10% und sinkt bei maximaler Nutzung in Normalzeiten auf unter 5% des erwirtschafteten Umsatzes.

Es wird auch vergessen, zu erwähnen, dass diese Fahrtenvergeber über keine technische Unterstützung verfügen, durch welche eine kollegiale Zusammenarbeit erst möglich wird. Es gibt keine Standplatzreihung, also ist es möglich, dass jeweils das Taxi das als letztes am Standplatz eintrifft, als erstes Taxi den nächsten Auftrag erhält. Bei 81-11 wäre das undenkbar und würde auf Dauer zu unerträglichen Streitereien führen. Es gibt auch keine Möglichkeit eine Leerfahrt anzumelden, bei uns seit jeher eine Selbstverständlichkeit.

Wir wollen und können keinen Salzburger Taxiunternehmer davon abhalten, bei einem Fahrtendienst wie z.B. UBER beizutreten. Empfehlung können wir dafür aber guten Gewissens nicht aussprechen, betrachtet man die Aktivitäten der letzten Jahre von UBER, welche in unserem Breitengrad von bisherigen Misserfolgen gezeichnet waren, von der Fülle an gerichtlichen Verurteilungen und Strafen erst gar nicht zu sprechen.

Also: „Die meisten arbeiten um nichts zu verlieren, einige Menschen arbeiten jedoch um etwas zu gewinnen!“ Bleibt zu hoffen, dass ihr zu den Zweiten gehört!

In diesen „(Ab-)Werbeschreiben“ könnte der Eindruck gewonnen werden, dass hier ein Können dargestellt wird, das andere (bestehende) und ansässige Vermittler nicht haben und bieten können. Bei genauerer Betrachtung ist allerdings das Gegenteil der Fall. Vom Erhabenen zum Lächerlichen ist es oft nur ein kleiner Schritt!

Fazit: Besinnt Euch der bestehenden, in Jahrzehnten erarbeiteten Erfahrung und Leistung! Stehen wir zusammen und halten uns die Treue! Die Stärke, der gute Ruf und die Bekanntheit von 81-11 in Salzburg hat seinen Wert, und so soll es auch bleiben.

Abschließend noch einen großen Dank an jeden Einzelnen, der durch seine tägliche gute Arbeit für 81-11 zu dieser einzigartigen Stellung in Salzburg beiträgt!

Spricht man von 81-11, ist die Rede von Salzburger TAXIS, wird von einem TAXI in Salzburg gesprochen, ist natürlich 81-11 gemeint!

Euer SALZBURG-TAXI 81-11 Team

 

 

Aufgrund von zahlreichen Interventionen bzw. Reklamationen aus vielen Bundesländern, haben die zuständigen Entscheidungsträger die gewünschte Änderung der Vertretung unserer Taxiunternehmungen gehört, wahrgenommen und auch durchgeführt. Diese nunmehr vorliegende Novellierung muss noch im Parlament in seiner nächsten Sitzung (voraussichtlich am 11.12.2020) beschlossen werden und mittels entsprechender Kundmachung in Kraft treten.

Allen Personen, welche uns unterstützt haben, sei ein großer Dank ausgesprochen, ebenfalls ein herzliches Dankeschön an die zahlreichen Kolleginnen und Kollegen, welche in einer einzigartigen Solidarität und beeindruckenden Zusammenhalt bewiesen haben, dass wir gemeinsam stark sind und nur dadurch etwas bewegen können. Und wir haben etwas bewegt, wie das vorläufige Ergebnis dieser Änderung beweist.

Das man es nicht allen recht machen kann, liegt in der Natur der Sache, es gibt nach wie vor „Luft nach oben“! Keiner darf nunmehr seine Hände in den Schoß legen und sich voller Zufriedenheit zurücklehnen. Weiter auf der Hut sein und die kommenden Aktivitäten von z.B. einem Weltweit agierenden Fahrtenvermittler im Fokus zu behalten, das ist die Notwendigkeit für die Zukunft!

Aber jetzt darf mal ein bisschen Freude aufkommen, die positiven Gedanken sollten in dieser Causa überwiegen. Übertriebene Emotionen, unrichtige Sachverhaltsdarstellungen sowie ungerechtfertigter Pessimismus erscheint nicht angebracht, hilft in der Sache auch nicht weiter!

Alles genau zu hinterfragen, kritische und sachlich begründete Argumente und Meinungen kundtun, -JA- selbstverständlich, aber bitte keine persönlichen Untergriffe oder gar Beleidigungen.

Redet darüber, bleibt gesund und unfallfreie Fahrten, wünscht

Euer Peter Tutschku

Laut Univ.-Prof. Lachmayer benachteiligt das Gesetz "klassische" Taxi-Unternehmen unverhältnismäßig - WKÖ-Leitner überlegt Gang zum VfGH

 

Das geplante und in letzter Sekunde geänderte Gelegenheitsverkehrsgesetz stößt den heimischen Taxilenkern und -unternehmern sauer auf. "Das ist der Todesstoß für die Branche. Die Zeichen stehen auf Sturm, wir werden uns mit allen Mitteln dagegen wehren", so Erwin Leitner, Taxi-Obmann in der Wirtschaftskammer. Unterstützung bekommt er dabei nun auch von Rechtsexperten Konrad Lachmayer, Universitätsprofessor für Öffentliches Recht und Europarecht an der Fakultät für Rechtswissenschaften der Sigmund Freud Privatuniversität. Laut Lachmayer hält das Gelegenheitsverkehrsgesetz einer verfassungsrechtlichen Überprüfung nicht stand. 

"Die kürzlich präsentierte Novelle 2020 zum Gelegenheitsverkehrsgesetz schafft innerhalb des bestehenden zusammengeführten Gewerbes zwei unterschiedliche Ausübungsarten mit jeweils unterschiedlichen Rahmenbedingungen: einerseits das "klassische" Taxi, das am Standplatz steht oder durch Heranwinken geordert wird und wo die Preisermittlung zwecks Taxameter passiert, andererseits jenes Taxi, dessen Leistungen im Weg eines Kommunikationsdienstes (also durch Bestellung per App, Telefon, etc) gebucht werden und das weder festgesetzten Tarifen unterliegt noch Fahrpreisanzeiger einsetzt", so Lachmayer.  

Gefahr von Lohndumping oder Preiswucher 

Laut dem renommierten Experten entfällt damit gleichzeitig auch eine Beförderungspflicht. "Und an die Stelle der Tarifbindung tritt die Bindung an einen Preiskorridor, der vom Landeshauptmann mittels Verordnung festgesetzt werden kann. Sollte eine derartige Festsetzung von Mindestpreisen unterbleiben, sieht der Gesetzesentwurf einen subsidiären Mindestpreis vor, der bei 3 bzw 5 Euro liegt, wodurch die Gefahr des Lohndumpings entsteht." Wird kein Höchstpreis festgelegt, können für die Kunden laut Lachmayer wucherische Preisen nicht ausgeschlossen werden.  

WKÖ-Fachverbandsobmann Leitner sieht im Entfall der Beförderungspflicht "in einem Aufwasch die Funktion der Taxis als Garant für die Mobilität vernichtet" – insbesondere in Ballungszentren. "Tatsächlich bedeutet daher das nicht durchdachte Gesetz, das letztlich die verpflichtende Mobilität, die durch die Taxis und den Tarif gewährleistet war, verloren geht", so Leitner. 

 "Der Novelle ist eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung innerhalb des Personenbeförderungsgewerbes zu attestieren."
Konrad Lachmayer, Universitätsprofessor für Öffentliches Recht und Europarecht 

Das Fazit des Experten Lachmayer: "Der Novelle ist eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung innerhalb des Personenbeförderungsgewerbes zu attestieren." Denn während die Anbieter mit Buchungsmöglichkeiten über Kommunikationsdienste ihren Fahrpreis frei festsetzen können, bleibt das "klassische" Taxi-Unternehmen an die Tarife gebunden. Damit hat es keine Möglichkeit, konkurrenzfähige Leistungen anzubieten. "Die geplante Reform des Gelegenheitsverkehrsgesetzes führt zu extremen Wettbewerbsverzerrungen. Die Tarifbindung erweist sich daher als unverhältnismäßiger Eingriff in die Erwerbsfreiheit der "klassischen" Taxi-Unternehmen", führt Lachmayer aus.  

"Unser Forderung war immer, dass der Gesetzgeber für alle Anbieter von Beförderungsleistungen dieselben Rahmenbedingungen schafft", ergänzt Leitner. Laut Lachmayer muss der Gesetzgeber alle konkurrierenden Unternehmer gleich behandeln. Lachmayer: "Gerade bei der Tarifpflicht sind dabei aber Maßnahmen vorzusehen, um systematische Missbräuche und das Aushöhlen von Qualitätsstandards zu verhindern." 

Lachmayer kritisiert zudem, dass das Gesetz keine entsprechenden Übergangsfristen vorgesehen hat und  den "klassischen" Taxi-Unternehmen dadurch die Möglichkeit genommen wird, entsprechende Kommunikationsinfrastrukturen aufzubauen, um auch bei geänderten Marktbedingungen konkurrenzfähig zu bleiben. Conclusio: "Die vorliegende Regierungsvorlage benachteiligt "klassische" Taxi-Unternehmen in unsachlicher und unverhältnismäßiger Weise, womit sich die geplante Novelle als verfassungswidrig erweist". Falls notwendig, wird die Branche den Gang zum Verfassungsgerichtshof nicht scheuen, so Leitner abschließend. (PWK576/DFS)

news.wko.at  26.11.2020