Es genügt ja nicht, dass sich UBER bzw. die Lenker der Mietwägen gesetzwidrig verhalten, was sattsam bekannt ist. Manche Lenker werden zudem auch auffällig im Sinne der Tatbestände des Strafgesetzbuches, wen wundert es? Nachstehend schildere ich einen Vorfall, der sich am 02.11.2019 in der Nähe des Salzburger Hauptbahnhofes ereignet hat.

Ein dort aufgewachsener und wohnhafter junger Mann (Dipl.-Ing. im Bauwesen) war gegen 22:00 Uhr gemeinsam mit seinem Bruder auf der Suche nach seinem Schlüssel. Die beiden waren auf dem Weg zu seinem Auto, da er ihn dort vermutete. Auf dem Weg dorthin fiel den beiden ein Fahrzeug mit einem Wiener Kennzeichen auf, welches im Halte- und Parkverbot stand, überdies stand die Fahrertüre offen. Die beiden jungen Männer hielten Nachschau und forderten den inzwischen zum Fahrzeug zurückgekehrten – wie sich später herausstellen sollte – UBER-Fahrer auf, sein Fahrzeug woanders abzustellen, da es sich hier um Privatgrund und eine Feuerwehrzufahrt handle.

Der UBER-Fahrer rumänischer Provenienz behauptete kreativ, er dürfe hier halten, zumal er auf einen Fahrgast warte und überdies in dem Haus wohne, wobei er auf das Wohnhaus der beiden Männer deutete. Natürlich nannte der UBER-Fahrer eine Wohnungsnummer, die in diesem Haus nicht existent ist, wie auch kein Fahrgast aufgetaucht ist. Der junge Mann – hätte er die Folgen gekannt, so wäre er vermutlich schlichtweg von Dannen gezogen – vermeinte sohin, der UBER-Fahrer solle ihn nicht verarschen, sondern einfach sein Auto hier wegfahren.

Daraufhin sprang der UBER-Fahrer aus dem Auto, um den jungen Mann aufs wüsteste zu beschimpfen, zu bedrohen und letztlich zu bespucken. Aber auch das ließ sich der junge Mann gefallen und wandte sich ab, um sich nun endlich seiner ursprünglichen Intention – nämlich der Schlüsselsuche – zu widmen. Bei seinem Auto angekommen, hörte der junge Mann plötzlich, dass jemand auf ihn zustürmte, er drehte sich um und siehe da, gab ihm der UBER-Fahrer eine „Gestreckte“ ins Gesicht, sodass es den jungen Mann regelrecht rücklings in sein Auto hineinsetzte. Der junge Mann erlitt – da der UBER-Fahrer angeblich Kickboxer ist – einen dreifachen Kiefertrümmerbruch, ausgeschlagene Zähne, die u.U. nie wieder anwachsen, Knochenabsplitterungen, die zu einer Schwellung des Rachenraumes führten, sodass dieser sogar künstlich beatmet werden musste. Folgeoperationen sind bereits geplant.

Als wäre das noch nicht genug, erdreistete sich der UBER-Fahrer am Tag nach dem Vorfall auch noch, sich auf dieselbe Abteilung der Kieferchirurgie zu begeben, in welcher sich der junge Mann tagelang stationär befand. Dort behauptete er dreist, der junge Mann hätte ihn ins Gesicht geschlagen. Aus den Akten ergab sich aber, dass dieser vor der Polizei und dem Arzt jeweils die andere Gesichtsseite angab, sodass die gegen den jungen Mann eingeleiteten Ermittlungsmaßnahmen unverzüglich zur Einstellung gebracht wurden.

Zumindest war der UBER-Fahrer hinsichtlich des Faustschlages vor den Polizeibehörden geständig, doch verdient dieser angeblich nur EUR 800,00 im Monat, sodass für den jungen Mann für die erlittenen Verletzungen wohl kein Schmerzensgeld zu lukrieren sein wird. Die Hauptverhandlung im Strafverfahren ist noch ausständig. (Für den angeklagten UBER-Fahrer gilt daher bis zur rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.)

Inscius Dominus

(die Unwissenden)

 

Interessant und erstaunlich erscheint mir eine Nachricht des Herrn Thomas Csery, welcher auf der Liste Freiheitliche Wirtschaft Salzburg (FW – RfW und Unabhängige) als Listenzweiter für die anstehenden Kammerwahlen kandidiert.

Erstaunlich deswegen, weil Herr Csery die Listenführerin, Frau Sabine Pollhamer und den in der Liste dritt gereihten Herrn Ing. Christian Pewny auf der Liste ausgestrichen hat und somit die Botschaft wohl lauten sollte, „wählt mich, weil ich bin der Beste“!

Interessant ist, dass das Schreiben an verschiedene Taxi- und Mietwagenunternehmer mit der Listenführerin nicht abgesprochen, ergangen war, Csery vermeint offensichtlich, dass er mit dieser (einmaligen) Vorgangsweise den ersten Platz erobern könne. Die „Zerfleischung“ in der FPÖ spielt sich ganz offensichtlich nicht nur an der Spitze der Partei ab, sondern zieht sich wie ein roter Faden bis zur Salzburger Kammerwahl durch.

Nunmehr zum Schreiben von Herrn Thomas Csery, das wie folgt lautet:

 

Wahl 2020 (2 bis 5 März)

 

Guten Morgen!

Liebe Kollegen die Wahlkarten sind da!

Ich würde auf eure Stimmen hoffen um etwas in Salzburg bewegen zu können!

Kleiner Auszug:

  • Unterschiedliche Tarife für mini Busse und normale PKW!
  • Feste Flughafentarife
  • Feste Tarife für Festspielauffahrten
  • Mehr Zusammenarbeit mit Ordnungsamt und Finanzpolizei gegen illegale Firmen!
  • versuch die Konzessionen wieder zu regelmentieren!
  • Wieder mehr Standplätze
  • Usw……..

 

Ich sitze selber im Taxi um alles auch richtig bewerten zu können, nicht wie andere Funktionäre die keine Ahnung mehr haben vom Taxi Geschäft!

 

LG

Thomas Csery

(Das Schreiben wurde Original übernommen, diverse Rechtsschreibfehler sind dem Verfasser zuzuordnen)

 

Werter Herr Csery,

 

nunmehr werden wir Punkt für Punkt Ihrer Forderungen genauer betrachten und dazu werde ich Ihnen meine Meinung darlegen.

Zu Punkt 1), 2) und 3) sei festzuhalten, dass wir keinesfalls eine Liberalisierung des verbindlichen Tarifes in der Stadt Salzburg haben wollen. Die Forderungen nach eigenen Flughafentarifen sind nicht neu und verlangen bekanntlich auch Ihre rumänischen Freunde der IG-Taxi, wo Sie als Funktionär agieren oder agiert haben. Da würde sich der Walser Bürgermeister, Herr Joachim Maislinger, schön bedanken, wenn seine Walser Bürger z.B. vom Flughafen in das Gemeindegebiet Wals „überteuert“ befördert werden würden!  Das wird es mit Sicherheit nicht spielen. Und was heißt feste Tarife für Festspielauffahrten? Da müssten Sie schon präzise sagen, wie Sie sich das vorstellen, ohne die verbindliche Tarifverordnung zu verletzen bzw. zu umgehen. Auch da gibt es keine politische Zustimmung.

Zu Punkt 4) – was denken Sie eigentlich, oder wie stellen Sie sich eine „Zusammenarbeit“ mit der Finanzpolizei oder sonstigen Behörden vor. Sie glauben doch nicht wirklich, dass die Finanzpolizei oder das Ordnungsamt mit Taxiunternehmern „ZUSAMMEN ARBEITET“! Wenn Sie etwas anzuzeigen oder vorzubringen haben, besteht auch für Sie jederzeit die Möglichkeit, eine entsprechende Sachverhaltsdarstellung bzw. Anzeige einzubringen.

Zu Punkt 5) habe ich schon sehr oft referiert, Sie sind ganz offensichtlich nicht fähig die Lage zu begreifen und richtig einzuschätzen, ansonsten würden Sie nicht neuerlich eine Art „Bedarfsprüfung“ verlangen. Als das damals bestehende Regulativ „Bedarfsprüfung“ für die Verleihung einer Taxikonzession im Jahre 1986 auf Grund einer Klage als verfassungswidrig aufgehoben wurde, war der Bub Thomas gerade mal 14 Jahre und besuchte die Pflichtschule. Also lange vor der Zeit, als Csery beschloss, mit dem Taxigewerbe sein Brot zu verdienen, er musste in den Anfängen seiner „Taxizeit“ über diese einschneidende Maßnahme und schwierige Materie nicht  wirklich Bescheid wissen. Nur zum jetzigen Zeitpunkt, wo Herr Csery nach einer höheren Funktion in der WKS strebt, müsste er sich allenfalls über die rechtliche Situation ausreichend informieren und nicht so einen Unsinn an die Mitglieder des Taxi- und Mietwagengewerbes kommunizieren.  Wenn dem Herrn Csery zu viele Taxis auf der Straße sind, sollte er doch mit gutem Beispiel vorangehen und seinen Fuhrpark reduzieren. Ach ja, das sollen gefälligst die Anderen machen, sorry – habe ich nicht daran gedacht.

Zu Punkt 6) „wieder mehr Standplätze“ – wieso eigentlich „wieder mehr“, wir haben heute mehr Standplätze denn je, die Stellplätze auf den Standplätzen könnten dort oder da großzügiger verordnet werden. Das ist aber meistens sehr schwierig, weil oftmals nicht genug Platz vorhanden ist (Altstadtbereich), auch der Interessensausgleich muss berücksichtigt werden. Wir sind nicht allein auf der Welt! Zu allerletzt will man Taxis schlicht und ergreifend nicht unmittelbar in seiner näheren Umgebung haben. Warum? Motor laufen lassen, Lärmerregung anderer Art, das ständige Zu- und abfahren der Fahrzeuge, um nur die wichtigsten Argumente anzuführen. Die Kehrseite der Medaille ist aber auch, dass umso mehr Taxistandplätze vorhanden sind, je höher die Anzahl der Taxis steigt, keine neue Erkenntnis!

Was Sie dann mit usw. ….. meinen, sollten Sie auch klar und deutlich darlegen, wir sind da nicht bei einem „Standplatz-Getratsche“, sondern wenn man in einem öffentlichen Schreiben Forderungen aufstellt, kann erwartet werden, dass der Verfasser präzise und genau formuliert, Die Verantwortlichkeit eines Funktionärs eines gesetzlichen Interessenvertreters ist ein andere „Liga“ als ein unsinniges und populistisches Schreiben an die Mitglieder, werter Herr Csery!

Im letzten Satz merken Sie an, dass andere Funktionäre keine Ahnung vom Taxigewerbe haben, könnten Sie da konkret werden und die entsprechenden Namen anführen? Oder verlässt Sie da der Mut, weil auch diese Behauptung unwahr ist, eigentlich ist diese unsinnige Behauptung eine Frechheit. Ist mir schon klar, Sie wollen mit aller Gewalt der Größte sein (oder werden), nur dazu fehlen Ihnen wahrscheinlich die grundlegenden Voraussetzungen.

 

In einem Wahlkampf wird viel gesagt, geschimpft und versprochen, nicht immer kann alles oftmals gehalten werden. Da werden vielversprechende Aussagen und Zusagen getätigt, da wird aber auch die Unwahrheit und Unsinn daher geredet, realistische und unrealistische Forderungen aufgestellt, da stellen sich manche Personen fast schon aufdringlich in den Vordergrund, viele jedoch machen ihren Job und die ihnen anvertrauten Aufgaben gut, reden aber nicht permanent darüber.

Es liegt jetzt an dem Leser zu beurteilen, wo Herr Csery anzusiedeln ist!

Peter Tutschku

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrte Frau Barbara Haimerl!

Eingangs möchten wir klar und deutlich festhalten, dass wir selbstverständlich die freie und offene Berichterstattung in jeglichen Medien nicht nur akzeptieren, sondern auch für erforderlich und gut heißen. Frau Barbara Haimerl hat jedoch in dem Artikel vom 21. 12. 2019 mit dem Titel: „Nach Rauswurf aus Taxi: SN-Leser schildern ihre Erfahrungen“, ein schlechtes Bild auf die gesamte Taxibranche in Salzburg geworfen, was inhaltlich nicht korrekt war und die Sorgfalt in Bezug auf die Formulierungen vermissen hat lassen. So z.B. führen Sie in den Ausführungen mehrere negativen Fällen an, ohne jedoch Datum, Zeit, Örtlichkeit und die Angabe näherer Infos zu den Taxifahrzeugen zu benennen, sodass wir nicht in der Lage sind, diesen unliebsamen Vorkommnissen (zumindest laut ihrer Schilderung und Behauptungen) nachzugehen um diese vermeintliche Vergehen auch weiter zu verfolgen.

Was uns von SALZBURG-TAXI 81-11 aber ganz besonders geärgert hat, ist der Aufruf, dass der Mitbewerber „Free Now“ noch Lenker sucht. (Gratiseinschaltung!) Diese Mitteilung hat unserer Meinung nach nichts in einem „redaktionellen Teil“ zu suchen, zumal 81-11 auch stets Lenker sucht und wir für Personalsuche unsere Zentrale und Verwaltung immer Schaltungen bei den SN durchführen lassen und dafür anständig Geld zu bezahlen haben. (Die Nachsicht über die Richtigkeit meiner Angaben dürfte für Sie ja kein Problem sein!)

Zurück zu den Vorwürfen, welche im beschriebenen Artikel erhoben werden und den Lesern der SN eine „kollektive Schuld“ des Taxigewerbes vermittelt, ist schlicht und ergreifend mit den Worten des Herrn Bundespräsidenten, Alexsander Van der Bellen festzuhalten, „so sind wir nicht!“ Alleine bei 81-11 sind ca. 340 Taxifahrzeuge angeschlossen, welche von ca. 700 Personen an 365 Tagen, rund um die Uhr bewegt werden. Wir vermitteln im Jahresdurchschnitt ca. 4.000 Fahrten TÄGLICH, an Spitzentagen werden sogar über 6.000 Fahrtenvermittlungen an einem Tag durchgeführt und von unseren Lenkerinnen und Lenkern zur Zufriedenheit der Kunden erledigt. Das ist eine besondere Leistung und Österreichweit unübertroffen…….

Außer den angeschlossenen Taxis bei 81-11, gibt es in der Stadt Salzburg zudem ca. 120 Taxifahrzeuge die entweder ohne Funk unterwegs sind oder bei kleineren Mitbewerber angeschlossen sind. Der Aufgabenbereich unserer täglich anfallenden Fahrtaufträge ist umfassend und erfordert viel Einsatz. Auch 81-11 verfügt über ein APP am neuesten Stand der Technik, wonach der Kunde auch sieht, welcher Wagen mit Angabe der Nummer kommt und wo er sich bei der Zufahrt befindet. Also auch nichts Neues am Markt. Die von Ihnen zitierte Preisangabe bei Free Now bereits im Vorfeld, entspricht nicht den gesetzlichen Bestimmungen, wenn es sich um Fahrten innerhalb des Tarifgebietes handeln würde. Bekanntlich gibt es bei uns einen vom Landeshauptmann verbindlich verordneten Taxitarif innerhalb des Tarifgebietes, welcher weder über- noch unterschritten werden darf. Dieser Tarif setzt sich aus Wegstrecke und Wartezeit zusammen, Fahrten im Tarifgebiet müssen mit eingeschalteter Taxameteruhr gefahren werden. Vorhergesagte „Pauschalbeträge“ sind daher nicht statthaft und wären strafrechtlich zu verfolgen. Dieser „verbindliche Taxitarif“ muss auch als Konsumentenschutz angesehen werden, ansonsten gewisse Taxilenker möglicherweise je nach Nachfrage von Taxis verlangen würden, was sie wollen!

Um Ihnen einen gesamten Einblick in unser Gewerbe zu ermöglichen, würden wir Sie (auch mehrere Personen der Redaktion) gerne bei uns einladen, um unsere Zentrale und den gesamten Betrieb genauer vorstellen zu dürfen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie dieser Einladung folgen würden, den Termin geben Sie natürlich vor.

 

Freundliche Grüße und alles Liebe und Gute im neuen Jahr 2020

Komm.-Rat Peter Tutschku

Konsulent von SALZBURG-TAXI 81-11