by Peter Tutschku

Was sich ein(e) TaxilenkerIn für ein paar Euro so alles bieten lassen muss ..

Unlängst um 07.20 Uhr fuhr ein Taxilenker von Mülln in Richtung Altstadt, als ihn auf Höhe Ursulinenplatz eine junge Frau aufgehalten hat und fragte ob das Taxi frei ist. Der Taxilenker erkundigte sich vorschriftsmäßig, ob diese Dame bereits ein Taxi gerufen hatte, als der Fahrgast verneinte, übernahm der Lenker die Fahrt, als Fahrtziel wurde ein Hotel in Schallmoos angegeben.

Gleich nach Beginn der Fahrt, ersuchte der Taxilenker seinen Fahrgast, sich vorschriftsmäßig anzuschnallen, was auch nach dreimaliger Aufforderung nicht fruchtete. Das dringende Ersuchen wurde schweigend ignoriert.
In weiterer Folge zog sich die junge Frau zum Erstaunen des Taxilenkers die Schuhe aus und legte diese ganz selbstverständlich auf die Mittelkonsole des Taxifahrzeuges. Erst nach wiederholter und energischer Aufforderung, die Schuhe von der Mittelkonsole zu nehmen, war die Frau bereit, der Aufforderung nachzukommen.

Beim Hotel angekommen wies die Taxameteruhr einen Fuhrlohn von € 7,30 aus, worauf die junge Frau dem Lenker € 5.- in die Hand drückte und meinte, den Rest könne er sich in die Haare schmieren!
Unserem Taxilenker blieb nichts übrig, als die Polizei zu rufen, was die junge Dame mit Geschrei und heftigen Beschimpfungen gegenüber dem Taxilenker „honorierte“.

Als die Polizeibeamten eintrafen, wurde vorerst der Sachverhalt abgefragt, jetzt behauptete die Frau auf einmal, dass der Lenker ohnedies € 10.- erhalten habe und dieser Lenker während der Fahrt die Frau belästigt habe und unfreundlich war. Nachdem die Polizei den (offensichtlich) reichlichen Alkoholkonsum bei der jungen Frau festgestellt hat, wurde die Amtshandlung vorerst beendet. Eine andere Dame vom Hotel kam und beglich beim Taxilenker die Differenz zum offenen Fuhrlohn, somit war die unliebsame Sache erledigt.
Nachdem diese Angelegenheit keine Ausnahmesituation ist, bleibt die berechtigte Frage, was muss sich ein Mensch im Dienstleistungsgewerbe Taxi für ein paar Euro noch alles gefallen lassen. Der Alkohol sowie die Nacht begünstigen oftmals ein „abnormales Verhalten“ von Personen, egal ob Frau oder Mann, dieser Vorfall ereignete sich allerdings um 07.20 Uhr früh!

Wir sind sehr froh und glücklich, dass die meisten Fahrgäste eigentlich recht liebe Menschen sind, aber leider werden unliebsame Vorfälle aller Art auch immer häufiger, darüber sind wir sehr traurig und nachdenklich geworden.

Ihr Peter Tutschku