Home Taxi-Zeitung Aktuelle Schlagzeilen Tag für Tag: Taxis und öffentliche Sicherheit
Tag für Tag: Taxis und öffentliche Sicherheit Drucken E-Mail
Geschrieben von: Udo Ebner   
Donnerstag, den 07. Januar 2010 um 10:33 Uhr
Kürzlich ertappte ein Taxilenker im Dienst zwei oder drei betrunkene Urlauber, die gerade einer Kellnerin auf dem Heimweg ihre Geldtasche rauben wollten. Durch sein mutiges Eingreifen wurde dies verhindert und die Männer wurden von der Polizei, die ja auch nicht allgegenwärtig sein kann, gefasst. Das ganze spielte sich in der Nacht in Obertauern ab.

Dieser Fall zeigt wieder einmal die wichtige Funktion von Taxis auf die öffentliche Sicherheit bezogen alleine durch ihre Anwesenheit. Gerade in Ballungszentren wie Wintersportorte oder Städte fahren rund um die Uhr Taxis in Ausübung ihrer Dienstleistung, und zwar Personen von A nach B gegen Entgelt zu befördern, durch die Gegend. Alle Routen unterliegen keiner fixen Streckenführung, zeitlich gibt es keine festen Ankunfts- oder Abfahrtszeiten. Daher sind wir für potentielle Täter, zB Einbrecher, nicht berechenbar. Jederzeit kann überall ein Taxi auftauchen, wie eben jüngst in Obertauern.

Auch die Taxistandplätze dienen der öffentlichen Sicherheit. Bankfilialen zum Beispiel, in deren unmittelbarer Umgebung ein Taxistandplatz eingerichtet ist, werden nachweislich wenig bis überhaupt nie überfallen, weil Täter natürlich bestrebt sind, möglichst unauffällig und ungesehen fliehen zu können.

Erfahrungsgemäß können auch die meisten Anrainer der Taxistandplätze ganz gut damit leben und wissen es zu schätzen, dass quasi rund um die Uhr einfach wer da ist und die Gegend beobachtet. Bei kühlen Außentemperaturen lassen leider immer wieder einige LenkerInnen den Motor am Standplatz laufen, damit es im Auto schön warm bleibt. Dieses Verhalten erregt naturgemäß häufig den Unmut der Anrainer und das zu Recht. Aber das wäre wieder ein eigenes Thema. Vielleicht ist schon jemandem aufgefallen, dass kaum Graffitis (=Besprühen von fremden Haus- oder Gartenmauern mit schwer entfernbaren Materialien; soll Kunst sein) oder Sachbeschädigungen aller Art in der Nähe von unseren Standplätzen in Salzburg vorkommen. Das ist kein Zufall und hängt auch ursächlich damit zusammen, dass Taxis präsent sind.

Schon sehr oft haben TaxilenkerInnen in den letzten 30, 40 Jahren der Polizei geholfen, gesuchte Personen dingfest zu machen. Da es sich dabei meist um Verbrecher handelt, gehört dazu auch eine gehörige Portion Mut.

Heutzutage muss leider festgestellt werden, dass die Hemmschwelle zu Gewalt und Tätlichkeiten aller Art, beginnend bei Verbalinjurien auf unterstem Niveau und endend wie gehabt vorigen Oktober bei versuchtem Raubmord, verbunden mit schwersten Verletzungen und, was eigentlich sehr bedenklich stimmt, verübt von Jugendlichen, immer tiefer sinkt und auch vor TaxilenkernInnen nicht halt macht.

Schlussfolgernd wird festgestellt, dass wir künftig mehr auf unsere eigene Sicherheit bzw. auf die sogenannte Betriebssicherheit, die das Fahrzeug mit einschließt, werden achten müssen. Die Arbeit wird dadurch sicher nicht leichter werden. Aber auch das
Wahrnehmen der Umgebung während der Stehzeiten am Standplatz wird sich nicht großartig ändern und somit zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit weiterhin beitragen, weil wir einfach da sind, rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr!

Udo Ebner

 

Neueste Ausgaben herunterladen